Einfach erklärt

Sport & Event Security

Sport & Event Security bezeichnet den Sicherheits- und Ordnungsdienst bei Sportveranstaltungen. Der Auftrag beginnt vor dem Einlass und endet, wenn die letzten Zuschauer das Gelände verlassen haben: Einlasskontrolle, Zuschauerlenkung, Blockaufsicht, Freihalten der Rettungswege, Trennung rivalisierender Gruppen und im Ereignisfall die geordnete Räumung.

Spieltag oder Turnier zu sichern?
Bundesweit · § 34a GewO · Ordnungsdienst, Einlass und Leitstelle aus einer Hand

Abgrenzung zur Eventsicherheit

Eventsicherheit ist der weitere Begriff und umfasst jede Veranstaltung, vom Firmenjubiläum bis zum Festival. Sport & Event Security meint den Teil davon, der im Ligabetrieb und bei Turnieren stattfindet. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern in der Wiederholung: Ein Stadion sichert nicht ein Ereignis, sondern eine Saison. Daraus folgen feste Ordnungsdienstpositionen, eingespielte Abläufe mit Polizei und Rettungsdienst, ein bekannter Zuschauerkreis und eine Gefährdungslage, die vom Gegner, der Tabellensituation und der Anreise abhängt.

Der Veranstaltungsschutz bei einem einmaligen Konzert plant jedes Mal neu. Der Spieltagsdienst arbeitet nach einem Konzept, das über Jahre fortgeschrieben wird und nach jedem Spiel nachbereitet wird.

Aufgaben im Ablauf eines Spieltags

  • Vor dem Einlass: Begehung des Geländes, Prüfung der Flucht- und Rettungswege, Kontrolle der Absperrungen, Übergabe der Positionen, Einweisung des Ordnungsdienstes auf die Lage des Tages.
  • Einlass: Ticketprüfung, Vereinzelung an den Drehsperren, Taschenkontrolle, Abgleich mit Stadionverboten, Durchsetzung der Stadionordnung.
  • Während der Veranstaltung: Blockaufsicht, Zugangssicherung zu Innenraum und Funktionsbereichen, Beobachtung der Zuschauerbereiche, Meldung an die Einsatzleitung, Unterstützung von Sanitätsdienst und Feuerwehr.
  • Nach dem Abpfiff: Lenkung des Abflusses, Trennung der Fanlager auf den Wegen, Nachschau in Blöcken und Sanitärbereichen, Übergabe an den Nachtdienst, Bericht.

Rechtlicher Rahmen und Qualifikation

Die Versammlungsstättenverordnung des jeweiligen Landes bestimmt, ab welcher Besucherzahl ein Ordnungsdienst und eine Brandsicherheitswache gestellt werden müssen und wer die Verantwortung für die Veranstaltung trägt. Die Stadionordnung des Veranstalters ist Ausdruck des Hausrechts und liefert die Grundlage für Einlassverweigerung, Taschenkontrolle und Platzverweis.

Wer im Ordnungsdienst arbeitet, braucht mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; für Aufgaben an der Einlasskontrolle und im Kontrolldienst verlangt die Bewachungsverordnung die Sachkundeprüfung. Dazu kommen die veranstaltungsbezogene Einweisung, Erste Hilfe und die Kenntnis des Räumungskonzepts. Eine Taschenkontrolle beruht auf der Einwilligung des Besuchers: Wer sie ablehnt, wird nicht durchsucht, sondern nicht eingelassen.

Zusammenarbeit mit Polizei und Veranstalter

Vor dem Spiel legt eine Sicherheitsbesprechung fest, wer welchen Bereich verantwortet. Der Ordnungsdienst arbeitet innerhalb des Geländes und im Auftrag des Veranstalters, die Polizei außerhalb und bei Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Die Übergabepunkte gehören schriftlich festgehalten, ebenso die Meldewege und die Kriterien, ab wann die Einsatzleitung die Lage übernimmt.

Grenzen

  • Kein Polizeiersatz. Der Ordnungsdienst handelt aus dem Hausrecht und den Jedermannsrechten. Zwangsmaßnahmen bleiben der Polizei vorbehalten.
  • Personalzahl ist kein Konzept. Mehr Kräfte ohne klare Positionen und Meldewege erhöhen die Sicherheit nicht.
  • Bauliche Mängel bleiben Mängel. Zu enge Ausgänge oder ungünstige Wegeführung lassen sich durch Personal nur mildern, nicht beheben.

Wie CIBORIUS® Spieltage, Turniere und Großveranstaltungen absichert, steht bei den Veranstaltungsdiensten.

Lass uns doch eine Bewertung da!

Klicke auf die Sterne um zu bewerten

von 5 · Bewertungen

Bislang keine Bewertungen! Seien Sie der Erste, der diese Seite bewertet.

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag für Sie nicht nützlich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?