Verschluss- und Öffnungsdienste schließen ein Objekt zu einer festen Zeit ab und öffnen es zu einer festen Zeit wieder. Dabei prüft die Kraft Türen und Fenster, schaltet Beleuchtung und Technik, aktiviert die Einbruchmeldeanlage und dokumentiert den hergestellten Zustand.
Abgrenzung zum Revierdienst
Der Revierdienst kontrolliert einen Zustand, der bereits bestehen soll. Der Verschlussdienst stellt ihn her. Deshalb sind die Zeiten unterschiedlich gebunden: Der Kontrollgang darf wechseln und soll es sogar, der Verschluss muss zum vereinbarten Zeitpunkt erfolgen, weil die Alarmanlage danach scharf ist und die letzten Beschäftigten das Haus verlassen haben müssen.
Ablauf
- Rundgang durch alle Bereiche, letzte Personen ansprechen und aus dem Objekt begleiten.
- Fenster, Nebentüren, Tore, Dachluken und Notausgänge prüfen und verschließen.
- Beleuchtung, Maschinen und Geräte nach Checkliste schalten, offensichtliche Gefahrenquellen beseitigen.
- Einbruchmeldeanlage scharf schalten; verhindert eine offene Zone die Scharfschaltung, wird die Ursache gesucht und nicht überbrückt.
- Meldung an die Leitstelle, Dokumentation von Zeit, Auffälligkeiten und offenen Punkten.
- Morgens umgekehrt: entschärfen, öffnen, Zustand prüfen, Schäden melden.
Was es bringt
Drei Wirkungen sind messbar. Die Zahl der Fehlalarme sinkt, weil die Anlage nur scharf geschaltet wird, wenn das Objekt wirklich leer und geschlossen ist. Beschäftigte müssen nicht als Letzte allein im Gebäude bleiben — ein Punkt, der in der Gefährdungsbeurteilung auftaucht. Und Schäden werden am Tag der Entstehung bemerkt, nicht am Montag.
Grenzen
Der Dienst deckt zwei Zeitpunkte ab, nicht die Nacht dazwischen. Wer eine Überwachung der Nachtstunden braucht, ergänzt Revierdienst, Alarmaufschaltung oder Videofernüberwachung. Und ohne verlässliche Schlüsselverwaltung und Anlagenberechtigung lässt sich der Dienst nicht erbringen.
Wie CIBORIUS® Verschluss- und Öffnungsdienste in bestehende Abläufe einbindet, steht bei den mobilen Sicherheitsdiensten.