Einfach erklärt

Personen-Notsignal-Gerät (PNG)

Ein Personen-Notsignal-Gerät, kurz PNG, ist ein tragbares Gerät, das bei Alleinarbeit einen Notfall meldet. Es löst auf zwei Wegen aus: willensabhängig, wenn die Person einen Alarmtaster drückt, und willensunabhängig, wenn das Gerät selbst erkennt, dass etwas nicht stimmt — durch Lage-, Ruhe- oder Zeitüberwachung.

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Aufschaltung auf die eigene Notruf- und Serviceleitstelle · 24/7 besetzt

Abgrenzung: Gerät, Anlage, Taster

  • PNG ist das Gerät am Körper.
  • Personen-Notsignal-Anlage, kurz PNA, ist das Gesamtsystem: Geräte, Übertragungsweg, Empfangszentrale und die Organisation, die auf den Alarm reagiert. Ein Gerät ohne Anlage meldet an niemanden.
  • Ein Notruftaster an der Wand ist ortsfest. Er hilft nur, wenn die Person ihn erreicht — genau das ist nach einem Sturz oft nicht der Fall.
  • Ein Totmannschalter an einer Maschine schaltet Technik ab. Ein PNG holt Hilfe. Beides ersetzt sich nicht.

Alarmarten

  • Willensabhängiger Alarm: Alarmtaster oder Reißleine, ausgelöst von der Person selbst.
  • Lagealarm: Das Gerät erkennt eine waagerechte Lage über eine festgelegte Zeit.
  • Ruhealarm: Über eine festgelegte Zeit findet keine Bewegung statt.
  • Zeitalarm: Eine Bestätigung bleibt aus, obwohl sie fällig war.
  • Technikalarm: Akku leer, Funkverbindung verloren, Gerät abgelegt.

Vor dem Alarm gibt das Gerät in der Regel eine Vorwarnung ab, damit die Person einen Fehlalarm abbrechen kann.

Norm und Pflichten

Die technischen Anforderungen an Personen-Notsignal-Anlagen beschreibt DIN VDE V 0826-2. Die arbeitsschutzrechtliche Grundlage liefert die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz: Wer allein arbeitet und im Notfall keine Hilfe holen kann, braucht eine technische oder organisatorische Überwachung. Für gefährliche Arbeiten in Alleinarbeit verlangt das Regelwerk der Unfallversicherung eine über die allgemeine Aufsicht hinausgehende Sicherung; die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung beschreibt den Einsatz solcher Anlagen in eigenen Schriften.

Entscheidend ist nicht das Gerät, sondern die Kette dahinter. Ein Alarm muss bei einer ständig besetzten Stelle auflaufen, die weiß, wo die Person arbeitet, wer sie erreichen kann und wer sie holt. Ohne festgelegte Rettungskette bleibt der Alarm ein Signal ohne Folge.

Typische Einsatzbereiche

Instandhaltung und Schichtarbeit in Industrieanlagen, Techniker in Heizungs- und Aufzugsanlagen, Revier- und Streifendienst in ausgedehnten Arealen, Reinigungskräfte in leeren Gebäuden, Pflege im ambulanten Dienst, Labor- und Gefahrstoffarbeitsplätze, Forst- und Grünpflege, Ver- und Entsorgung.

Grenzen

  • Funkabdeckung. In Kellern, Schächten und Metallhallen bricht die Verbindung ab. Dort braucht es Repeater oder eine eigene Funkinfrastruktur.
  • Ortung. Ein Alarm ohne verlässliche Position verlängert die Suche. In Gebäuden ist Satellitenortung oft unbrauchbar.
  • Fehlalarme. Zu empfindliche Einstellungen führen dazu, dass Geräte abgelegt werden. Die Parameter gehören an die Tätigkeit angepasst, nicht an den Katalog.
  • Kein Ersatz für Organisation. Ein PNG verkürzt die Zeit bis zur Meldung. Die Zeit bis zur Hilfe bestimmt die Rettungskette.

Wie die rund um die Uhr besetzte Notruf- und Serviceleitstelle von CIBORIUS® Notsignale aufnimmt und weiterbearbeitet, steht auf der Leistungsseite.

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