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Einfach erklärt

Baustellenbewachung

Baustellenbewachung bezeichnet den Einsatz von geschultem Sicherheitspersonal zum Schutz von Baustellen vor Diebstahl, Vandalismus und unbefugtem Zutritt. Im Gegensatz zu rein technischen Überwachungssystemen ermöglicht die personelle Präsenz direkte Intervention, Zugangskontrollen und die Dokumentation von Vorfällen.

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Aufgaben und Ziele

Die Hauptaufgabe der Baustellenbewachung besteht darin, Bauvorhaben während der Nacht, an Wochenenden und in unbewohnten Phasen zu sichern. Sicherheitskräfte kontrollieren Zugänge, führen Kontrollgänge durch und reagieren unmittelbar auf verdächtige Aktivitäten. Zusätzlich dokumentieren sie Vorfälle und erstellen Berichte für Auftraggeber und Versicherungen.

Typische Einsatzbereiche

  • Rohbauten und Neubauprojekte
  • Infrastrukturbaustellen (Straßen, Brücken, Tunnel)
  • Industriebaustellen und Anlagenbau
  • Sanierungen und Umbauten in bewohnten Bereichen
  • Baustellen mit hochwertigem Material und Gerät

Abgrenzung zu verwandten Sicherungsformen

Baustellenbewachung vs. Baustellenüberwachung: Während die Bewachung den Einsatz von Personal meint, bezieht sich Überwachung primär auf technische Systeme (Kameras, Alarmanlagen). In der Praxis werden beide Ansätze häufig kombiniert.

Baustellenbewachung vs. Baustellensicherung: Baustellensicherung ist der übergeordnete Begriff und umfasst alle Maßnahmen zum Schutz – sowohl personell als auch technisch und organisatorisch.

Anforderungen an Sicherheitspersonal

Mitarbeiter in der Baustellenbewachung benötigen mindestens die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Zusätzlich sind Kenntnisse in Brandschutz, Erste Hilfe und Baustellenspezifika (z. B. Gefahrenbereiche, Betretungsverbote) erforderlich. Viele Auftraggeber fordern darüber hinaus interne Schulungen zu spezifischen Objektanforderungen.

Rechtliche Grundlagen

Die Bewachung von Baustellen unterliegt der Gewerbeordnung (§ 34a) sowie der DGUV Vorschrift 23 für Wach- und Sicherungsdienste. Bei Baustellen im öffentlichen Raum gelten zusätzlich baurechtliche Vorschriften zur Absicherung. Datenschutzrechtliche Vorgaben (DSGVO) sind bei Kombination mit Videoüberwachung zu beachten.

Umsetzung in der Praxis

Baustellenbewachung erfolgt entweder als Standwache (permanente Präsenz vor Ort) oder als Kontrollgang im Rahmen eines Revierdienstes. Moderne Ansätze kombinieren personelle Bewachung mit technischer Unterstützung wie Alarmaufschaltung, mobiler Videoüberwachung oder GPS-gestützten Kontrollnachweisen.

Zusammenhang mit professionellen Dienstleistungen

Professionelle Sicherheitsdienstleister bieten Baustellenbewachung als Teil eines integrierten Sicherungskonzepts an. Die Kombination aus geschultem Personal, moderner Technik und klaren Einsatzprotokollen gewährleistet eine zuverlässige Absicherung auch bei komplexen Bauvorhaben.

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